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Holzhandels Glossar



Abkürzungen und Holzeigenschaften

AD: Luftgetrocknet


KD: Kammergetrocknet


KVH: Konstruktionsvollholz


Balken: Kantholz mit min. 20 cm Höhe


Brett:  min. 8mm dickes, und weniger als 4 cm starkes Holzteil von min. 8cm breit


Bohle: Diele von min. 40mm Stärke und einer Breite von mehr als dem Doppelten der Stärke


Kantholz: konstruktiv verwendbares, auf allen vier Seiten gehobeltes Holzteil, mit rechwinkligen Querschnitt


Planke: Bezeichnung für Bohlen, die Konstruktiv eingesetzt werden können


Sägeraue Fläche: Oberfläche eines Holzteils, das nach dem Trocknen der Länge nach geschnitten wurde


Trockene Hölzer:  Für Holz, das im Außenbereich verarbeitet wird, liegt der Feuchtegehalt bei ca 18 bis 20 %


Gehobelt: Holz das Gehobelt wurde, unterscheidet man zwischen 1-seitig, 2-seitig, 3-seitig und 4-seitig gehobelt Zudem gibt es verschieden Arten der Hobelung:
-  Glatt gehobelt
-  Geriffelt (Fein oder Grob)
-  Profiliert (Anti-Slip)
-  Wellenschliff
-  Kombiprofil (Oberseite Wellenschliff und Unterseite Anti-Slip)



Gefast: keine scharfen Kanten


Rundholz: rund gehobeltes Holz (z.B. Palisade)


Schnittholz: scharfkantiges, nicht gehobeltes Holz


KDI: Kesseldruckimprägniert (Kiefer)


Frischholz: ungetrocknet, nass


Güteklassen:

Klassifizierung von Holzqualitäten (DIN 1052)
-  Güteklasse I  = Sehr gut, kaum Holzfehler
-  Güteklasse II  = Gut
-  Güteklasse III  = besserer Durchschnitt
-  Güteklasse IV  = schlechterer Durchschnitt
-  Güteklasse V  = schlecht



Sortierklasse:

Sehr gut  =   S13, MS13, MS17
Gut   =   S10, MS10
Befriedigend   =   S7, MS7



Nennmaß:

Die z.B. beim Verkauf angegebenen Abmessungen des Schnittholzes; im Nennmaß sind Sägengenauigkeiten, Änderungen des Feuchte- gehaltes und weitere Bearbeitungsstufen wie z.B. Hobeln noch nicht berücksichtigt


Unbesäumt:

Bezeichnung für nicht besäumtes Schnittholz mit Baumkante an beiden Kanten, meist im Blockschnitt erzeugt. Laubschnittholz wird im allgemeinen unbesäumt als Blockware gehandelt


Gekappt: genau auf Länge gebrachtes Holz


Gesäumt: Holz, bei dem die Rinde und die Baumkante entfernt worden ist


BSH: Brettschichtholz


Fertigmaß: Da Maß oder die Dimension des Holzes, die nach der Verarbeitung rauskommen soll.



Erklärung der Fachwörter

Dauerhaftigkeit:

Widerstandsfähigkeit des Holzes gegen den Befall durch Pilze, Insekten und Seebohrmuscheln.



Dichte:

Gewicht per Volumeneinheit. Die Holzdichte wird durch Wuchsverhältnisse sowie den Anteil von Spätholz und Frühholz beeinflusst.



Dimensionsstabilität:

Beschreibt den Widerstand, den ein Stück Holz bei Feuchtigkeitsschwankungen gegen Veränderungen des Volumens ausübt (auch: Verformungen in der Verarbeitung).



Elastizitätsmodul:

Maß für den Zug (bzw. Druck), der nötig ist, ein Stück Holz auf die doppelte Länge auseinander zuziehen (bzw. auf die halbe Länge zusammenzudrücken). Die Werte sind in Megapascal (MPa -entsprechend N/mm 2 ) angegeben und basieren auf Versuchen mit Holz in Gebrauchsabmessungen.



Fäule:

Abbau der Holzsubstanz durch Pilze oder Insekten.



Feuchte:

Das Gewicht des im Holz enthaltenen Wassers in Prozenten des darrtrockenen Holzes.



Härte:

Widerstandsfähigkeit des Holzes gegen Vertiefungen, Dellen und Abrieb. Die Werte sind in N (Newton) angegeben und bezeichnen die Kraft, die nötig ist, eine Kugel von 11,3 mm Durchmesser zur Hälfte des Durchmessers ins Holz einzudrücken (JANKA Härte).



Harztasche:

Eine übermäßige Ansammlung von Harz oder Gummi im Holz.



Kernholz:

Der Innenteil des lebenden Stammes, der keine lebenden Zellen mehr enthält. Kernholz ist im allgemeinen dunkler als Splintholz, aber beide sind nicht immer deutlich voneinander zu unterscheiden.



Ladegewicht:

Das Gewicht von trockenem Holz hängt vom spezifischen Gewicht ab, dieses wiederum vom Anteil der Holzsubstanz und der Hohlräume im Holzvolumen. Die Werte sind in kg/m 3 bei 12 Prozent Feuchte angegeben.



Laubholz:

Holz der blättertragenden, laubabwerfenden sowie immergrünen Bäume (Angiospermen).



Markflecken:

Markähnliche, unregelmäßig verfärbte Gewebsstreifen im Holz, verursacht durch Insektenbefall am lebenden Baum.



Maserung:

Richtung, Größe, Anordnung, Aussehen und Art der Holzfaser von gesägtem Holz. "Geradfaserig" ist der gebräuchliche Ausdruck für die Beschreibung von Holz, dessen Fasern und andere längs gerichtete Elemente parallel zur Achse des Holzstückes verlaufen.



Risse:

Längstrennung der Holzfasern, die nicht durch den ganzen Querschnitt geht. Risse entstehen durch Spannungen bei der Trocknung.



Schwindung:

Das Zusammenziehen der Holzfasern beim Trocknen unterhalb des Fasersättigungsbereiches (gewöhnlich um 25-27 Prozent Feuchte). Die Werte sind als Prozentsatz des Frischvolumens ausgedrückt.



Spalt:

Längstrennung der Holzfasern eines Stückes Holz von einer Fläche zu anderen (auch: Endriss).



Spezifisches Gewicht:

Das Gewicht eines Stoffes im Verhältnis zum gleichen Volumen Wasser. Hier angegeben als Gewicht bei 12 Prozent Feuchte bezogen auf das Frischvolumen.



Splintholz:

Die äußeren Zonen des Stammes unter der Rinde. Splintholz ist allgemein heller als Kernholz und hat weniger Widerstandskraft gegen Fäule.



Struktur:

Relative Größe und Verteilung der verschiedenen Holzelemente. Unterteilt nach grob (große Elemente), fein (kleine Elemente) und ebenmäßig (gleichförmige Elemente).



Verfärbung:

Abweichung von der natürlichen Holzfarbe oder Farbfehler, die durch Mikroorganismen, Metall, oder Chemikalien verursacht werden.



Werfen:

Verziehen des Holzes und Abweichen von der ursprünglichen Ebene; Entsteht in der Regel während der Trocknung.



Zeichnung:

Das Bild, das eine Holzoberfläche durch Jahresringe, Markstrahlen, Äste, Abweichungen von der Faserrichtung wie Dreh- und Wimmerwuchs, und unregelmäßige Färbung bietet.




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